Kitzsuche durch Rettungshundestaffel

Drohnenteam der BRH-Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald, Jäger und Landwirt arbeiten beim Naturschutz Hand in Hand

Erstellt am 23.06.2020

Noch vor den ersten Sonnenstrahlen endet die Nachtruhe für die Suchteams in Keltern im Landkreis Pforzheim. Die BRH-Rettungshundestaffel Nörderlicher Schwarzwald war, gemeinsam mit Jägern aus dem örtlichen Revier, mit mehreren Drohnenteams im Einsatz um vor der heutigen Mahd die Kitze zu retten. Dabei wurden sie von Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes mit der Kamera begleitet. 
"Wenn wir Kitze entdecken können, sind Menschen für uns erst Recht kein Problem", so Thomas Kälber, Vorsitzender und Zugführer der Rettungshundestaffel. Normalerweise kommen seine Drohnen vor allem bei der Suche nach vermissten Menschen zum Einsatz, unterstützend zu den Hundeteams. Die nur geringen Wärme-Signaturen der kleinen Kitze auf dem Bildschirm zu erkennen, bedarf eines konzentrierten Blicks. "Die Suche nach Kitzen ist eine tolle Gelegenheit für uns zum intensiven Üben und hat zugleich einen wunderbaren Nutzen - so wie heute, als wir zwei Kitze vor dem Mähtod bewahren konnten. Wir freuen uns natürlich auch im Gegenzug auf die Möglichkeit mit unseren Hunden in uns unbekannten Revieren die Menschensuche trainieren zu können", sagt Thomas noch augenzwinkernd und freut sich über die Einladung des Revierinhabers. Neue Umgebungen bieten Abwechslung zur Trainingsroutine und sind von großem Wert für die Hundeteams seiner Staffel, die im Ernstfall nach vermissten, oft alten und kranken Menschen suchen.
Dieses Beispiel der engen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und Drohnenteams, wie hier aus dem "Blaulicht-Bereich", ist auf jeden Fall nachahmenswert.

Fotos: Tobias Grosser

Erstellt am 23.06.2020
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