Am 1. Oktober 2026 trafen sich Jägerinnen und Jäger der Jägervereinigung Hochschwarzwald und Mitarbeitende des FVA Wildtierinstituts Freiburg sowie Markus Fehrenbach vom Kreisjagdamt des LRA im Jägerhaus in Neustadt.
Herr Dr. Joy Kappes von der FVA stellte das Auerhuhn-Monitoring durch das Wildtierinstitut vor. Seit 2008 wurden wissenschaftliche Grundlagen erstellt und Monitoringdaten erhoben. Inzwischen gibt es einen Maßnahmenplan 2023-2028, der umgesetzt wird in Abstimmung mit Natura 2000 und der Windenergiegewinnung.Langfristiges Ziel ist der Aufbau und der Erhalt einer überlebensfähigen Population von Auerwild im Schwarzwald. 1983 wurden noch 479 Auerhähne gezählt, 2026 sind es nur noch 93.
Monitoring trägt dabei zum Schutz der Art bei. Zufallsmeldungen sind wichtig, Losung und die Sichtungszeiten tragen ebenfalls wichtige Informationen bei. Das Monitoring ist ein gesetzlicher Auftrag des JWMG. Die Jägerschaft kann hier viel beitragen bei Sichtungen, Trittsiegel-, Feder- und Losungsfunden. Zeitnahe Meldungen möglichst mit Belegen (Bilder, Videos) sind wichtig. Die inzwischen auch beschlossene Offenlegung dieser Daten legitimiert dann auch die Aussage, wie es um das Auerwild wirklich steht und wie dringend der Handlungsbedarf ist.
Frau Dr. Janina Diehl stellte dann die Erfolgskontrolle des Prädatorenmanagements als weitere Maßname aus dem aktuellen Maßnahmenplan vor. Die Jägerschaft soll mit der Prädatorenbejagung den Bestand des Auerwildes stärken. Es gibt aber auch viele Zweifel, dass diese Bejagung wirklich Einfluß auf den Bestand des Auerwilds haben. Daher soll das Prädatorenmanagement wissenschaftlich geprüft und belegt werden. Dazu muss der Erfolg der Bejagung möglichst genau und zeitnah dokumentiert werden. Frau Diehl stellte daher vier verschiedene Möglichkeiten dar, Apps wie den Cyber Tracker, die Revierwelten, bei Fallenjagd die Minkpolice und Trapmaster und für weniger Technikaffine eine Exceltabelle. Sie ist hier gerne ansprechbar, denn es sollen möglichst repräsentative Daten gesammelt werden.
Danach erfolgten noch viele Diskussionen, in welcher Weise die Jägerschaft hier ihren Beitrag bestmöglich beitragen könnte.
















