Zweite erfolgreiche Habitatpflegeaktion 2026 für das Auerwild im Feldberggebiet
22 Jägerinnen, Jäger und Jagdscheinanwärter verbesserten am Feldberg durch gezielte Biotoppflege das Habitat des gefährdeten Auerwildes.
Auch in diesem Jahr organisierten Bernhard Schwär von der Interessensgemeinschaft Auerwild am Feldberg und Revierförster Martin Bach gemeinsam eine Habitatpflegeaktion im Feldberggebiet nahe Altglashütten. Am 22. August 2026 trafen sich über 20 freiwillige Jägerinnen und Jäger der Jägervereinigungen Freiburg, Hochschwarzwald, Waldshut und Lörrach sowie angehende Jagdschüler mit dem Ziel, Lücken und Freiflächen für das Auerhuhn zu schaffen und damit das Habitat dieses raufüßigen ,Schwarzwaldvogels‘ aktiv zu verbessern.
Nach einer Begrüßung durch Bernhard Schwär und Martin Bach startete die Gruppe um 09:00 Uhr gemeinsam von Altglashütten aus in geländegängigen Fahrzeugen weiter in den Hochschwarzwald. Auf über 1200 Metern Höhe gab Martin Bach den freiwilligen Helferinnen und Helfern noch eine kurze thematische Einweisung. Er veranschaulichte mithilfe von Karten, wie viel Fläche im Gemeindewald Feldberg bereits auerhuhnfreundlich gestaltet wurde. Die Zahl von 20 bis 25 Hektar sorgte allseits für Begeisterung und Motivation. Gerade die Gestaltung des Habitats sei elementar wichtig, um die gefährdete Raufußhuhnart am Feldberg vor dem Aussterben zu bewahren, so der Revierförster. Auch Bernhard Schwär pflichtete ihm hier bei und betonte als erfahrener Vertreter der Jägerschaft, dass neben einem gelungenen Prädatorenmanagement vor allem auch Hand bei solchen Hegeaktionen angelegt werden müsse.
Im Anschluss machte sich die Gruppe mit Motor- und Handsägen, Astscheren sowie Freischneidern zur ersten Fläche auf. Hier waren bereits vor einiger Zeit linienartige Strukturen geschaffen worden, die für das Auerhuhn wichtig für die Nahrungssuche und Kükenaufzucht sind, da sie Schutz vor Beutegreifern bieten und dem flugfaulen Vogel die Fortbewegung erleichtern. Aufgabe heute war es, den Jungwuchs an Vogelbeere und Fichte, der bereits wieder eine beachtliche Höhe und Dichte erreicht hatte, zu entfernen und auf Häufen zu konzentrieren. Eine große Hilfe hierbei war Yannic Kaiser von der Jägervereinigung Waldshut mit seinem Mulcher. Er unterstützte die Gruppe nun bereits zum zweiten Mal – hierfür ein herzliches Dankeschön. Außerdem sei ihm an dieser Stelle noch einmal zu seinem Sieg beim diesjährigen Holzfällerwettbewerb in Häusern gratuliert.
Nach einer kurzen Mittagspause, bei der sich alle bei einer dankenswerterweise von der Gemeinde Feldberg gestifteten Brotzeit stärkten, ging es weiter zu einer neuen Fläche. Auch hier lag der Fokus darauf, Freiflächen für das Auerhuhn zu schaffen. Gegen 14:30 Uhr endete der Arbeitseinsatz zeitlich genau passend, bevor der Regen einsetzte.
Das Ergebnis des Arbeitstages konnte sich wirklich sehen lassen. Es gelang den Helferinnen und Helfern knapp einen Hektar Wald den Bedürfnissen des Auerhuhns entsprechend zu gestalten. Die Sinnhaftigkeit solcher Hegeaktionen wurde allen noch einmal deutlich, als Martin Bach einen beim Auerwild beliebten Schlafbaum zeigte, unter dem sich etliches an Auerhuhnlosung befand.
Ein großer Dank gilt Bernhard Schwär und Martin Bach für die Organisation der gelungenen Aktion und natürlich allen freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement für das Auerwild.
Text: Adrian Lenke
Fotos: Bernhard Schwär, HIER NOCH WEITERE NAMEN EINFÜGEN











