Am 18. Juli 2026 trafen sich 24 Jägerinnen und Jäger sowie einige Jagdscheinanwärter zur
ersten Habitatpflegeaktion für das Auerwild im Feldberggebiet in diesem Jahr. Vertreten
waren die Jägervereinigung Freiburg, Hochschwarzwald und Waldshut. Ziel der Aktion war
es, Lücken und Freiflächen für das Auerhuhn zu schaffen und somit den Lebensraum dieser
für den Schwarzwald so charakteristischen und schützenswerten Raufußhuhnart aktiv zu
verbessern.
Wie auch in den letzten drei Jahren gelang es Bernhard Schwär von der
Interessensgemeinschaft Auerwild am Feldberg mit seinem Enthusiasmus für das Auerwild,
fundiertem Fachwissen und unzähligen Anekdoten aus dem Feldbergebiet die Truppe zu
motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen. Zusammen mit Revierförster Hansjörg Frei
von ForstBW und Susanne Dreher-Zähringer, die im kommenden Jahr das Revier in
Hinterzarten Alpersbach übernehmen und den dann pensionierten Hansjörg Frei ablösen wird,
plante und koordinierte Bernhard Schwär die gesamte Hegemaßnahme.
Die Gruppe aus vielen alten, aber auch einigen neuen Gesichtern traf sich um 9:00 Uhr am
Wanderparkplatz Rinken, um nach einer kurzen Ansprache von Bernhard Schwär gemeinsam
zu der Fläche zu fahren, welche für das Auerwild attraktiver gestaltet werden sollte. Vor Ort
angekommen gab Susanne Dreher-Zähringer den Freiwilligen bei traumhaftem Wetter eine
kurze Einweisung mit einigen interessanten Informationen zur Lebensweise des Auerwildes
sowie der Vegetation am Feldberg und teilte diese dann in kleinere Teams ein, um optimal
arbeiten zu können.
Mithilfe von Muskelkraft, Astscheren, Motor- und Handsägen sowie einem Freischneider
konnten die Helferinnen und Helfer im Bestand entasten und die Fläche von trockenen Ästen,
bereits gefällten Bäumen und starkem Heidelbeerbewuchs befreien, um so dem Auerhuhn den
Weg durch sein Habitat zu erleichtern. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Hegeaktion
darauf gerichtet, linienartige Strukturen zu schaffen, die dem Auerwild Schutz vor Prädatoren
wie etwa dem Habicht oder Sperber bieten. Gerade für die Kükenaufzucht ist das Auerhuhn
hierauf besonders angewiesen, da die Jungvögel so zum einen Deckung und zum anderen
Insekten auf den sonnigen Freiflächen finden.
Besonders erfreulich war der Fund einer Feder auf der bearbeiteten Fläche, wodurch das
Auerhuhnvorkommen hier bestätigt und damit die Sinnhaftigkeit der kontinuierlichen
Hegeaktionen der letzten Jahre in diesem Gebiet unterstrichen wurde.
Zum Abschluss wurde am Rufenholzplatz gemeinsam ausgiebig gevespert. Ein besonderer
Dank gilt der Jägervereinigung Hochschwarzwald, die kalte Getränke sowie schmackhafte
selbstgemachte Salate und Holzofenbrot zur Verfügung stellte.
Die große Anzahl an Wildbratwürsten, welche Karl-Josef Fuchs dankenswerterweise zur
Stärkung der freiwilligen Helferinnen und Helfer der Auerwildhegeaktion gestiftet hatte,
konnte aufgrund der anhaltenden Hitze und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr
leider nicht gebraten werden. Die Würste werden aber zu einem späteren Zeitpunkt an einem
Infotag zum Auerwild bei der Jägervereinigung Freiburg in Hartheim-Bremgarten ihren Weg
auf den Grill finden – weitere Informationen folgen.
Ein großer Dank gilt Bernhard Schwär, Hansjörg Frei und Susanne Dreher-Zähringer für die
Planung der gelungenen Aktion und natürlich allen Helferinnen und Helfern für ihr
Engagement für das Auerwild.
Text: Adrian Lenke
Fotos: Bernhard Schwär











