Zumeldung des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg e.V. (LJV) zur Pressemitteilung „Das Auerhuhn im Schwarzwald - Balzplatzzählungen 2026“ des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg (17.07.2026).
(Stuttgart, 17.07.2026) Die aktuellen Balzplatzzählungen markieren mit nur noch 93 balzenden Auerhähnen einen neuen Tiefstand im Schwarzwald. Beim Auerwildgipfel 2026 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Jagd, Forst, Naturschutz, Wissenschaft und Verwaltung die Ergebnisse sowie die notwendigen Konsequenzen für den weiteren Auerhuhnschutz.
Ergänzend zur gemeinsamen Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, des Nationalparks Schwarzwald und des Landesjagdverbands Baden-Württemberg betont der Landesjagdverband: Für den langfristigen Erhalt des Auerhuhns sind vor allem die Faktoren entscheidend, die wir selbst beeinflussen können. Das wurde auch beim Auerwildgipfel deutlich.
Zwar stellt der Klimawandel den Auerhuhnschutz zweifellos vor zusätzliche Herausforderungen. Die Zukunft des Auerhuhns im Schwarzwald wird jedoch maßgeblich von geeigneten Lebensräumen, erfolgreichen Brutbedingungen und einem wirksamen Prädatorenmanagement abhängen. Das Auerhuhn verdankt sein Überleben im Schwarzwald seit jeher auch der aktiven Gestaltung seiner Lebensräume.
Die aktuellen Bestandszahlen sind alarmierend. Sie zeigen aber auch, dass sich das Auerhuhn dort bis heute halten konnte, wo Lebensräume über viele Jahre konsequent verbessert und Schutzmaßnahmen dauerhaft umgesetzt wurden.
Der Landesjagdverband Baden-Württemberg appelliert deshalb an die politisch Verantwortlichen, bereits heute die Weichen für die Zeit nach 2028 zu stellen. Der aktuelle Maßnahmenplan hat wichtige Projekte angestoßen. Damit die begonnenen Maßnahmen nicht ins Leere laufen, braucht der Auerhuhnschutz verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine langfristige Finanzierung. Die Zusammenarbeit von Forst, Jagd, Naturschutz und Wissenschaft sowie die hierfür notwendigen Förderprogramme müssen deshalb auch über das Jahr 2028 hinaus gesichert werden.



